OPTIMALE DIÄT – TEIL 2 | KOHLENHYDRATE

Mein Selbstversuch im Rahmen der Ernährungsumstellung zur Optimalen Diät nach Kwasniewksi zeigt erste Wirkungen. Das Essen schmeckt immer noch, immer noch kein Verlangen nach Süßigkeiten und mittlerweile 3kg weniger auf der Waage.

Also ein TOP-Zwischenergebnis würde ich sagen! Nur, warum funktioniert das so gut? Und was hat das mit den Kohlenhydraten zu tun? Ein Bericht für mehr Gesundheit, Schönheit und Erfolg!

KOHLENHYDRATE – REIN TECHNISCH

 

K ohlenhydrate sind ein Produkt der Photosynthese und machen den größten Teil der Biomasse auf der Erde aus. Dazu gehören für uns als Nahrung verwertbare als auch nicht verwertbare Kohlenhydrate wie beispielsweise Zellulose oder Holz. Gemeinsam mit den Fetten und Eiweissen stellen sie den größten Teil unserer Nahrung, gemessen an Mikro-Elementen, Vitaminen und Mineralien.

T echnisch gesehen sind Kohlenhydrate Ketten von Zuckermolekülen. Die Kohlenhydrate, die wir essen sind zu einem großen Teil eine Aneinanderreihung von Glukose-Molekülen. Also von Traubenzucker.

Je kürzer die Kette desto süßer der Geschmack.

Manche Ketten sind länger und komplizierter (daher auch die Einteilung in einfache und komplexe Kohlenhydrate). Aber im Grunde genommen sind alle Kohlenhydrate eine mehr oder weniger komplizierte  Aneinanderreihung an Zuckern. Je nach Anzahl der Klettenglieder werden Kohlenhydrate unterschiedlich bezeichnet:

  • Einfachzucker sind beispielweise: Traubenzucker und Fruchtzucker
  • Zweifachzucker sind Kristallzucker, Milchzucker oder Malzzucker
  • Mehrfachzucker sind wasserlöslich und schmecken süß. Sie gehören zu den Raffinessen, also raffinierten Zuckern, die wir im Handel kaufen können. Sie
  • Vielfachzucker hingegen sind in Wasser schlecht oder sogar unlöslich und schmecken neutral. Dazu gehören Stärke, Cellulose, Kohle u.v.m

ABER ICH ESSE DOCH NUR GANZ WENIG ZUCKER

 

“Zucker?” wirst Du fragen, wenn Du auf dein Vollkornbrötchen oder deine Bratkartoffeln schaust. “Ist DAS etwa Zucker?”

Wie sagte Dr. R. Bernstein, eine meiner Lieblings-Medizin-Koriphäen:

“Um es kurz zu machen: Ja! Zumindest nach dem Du es verdaut hast.”

IMG_2262 N eueste Studien der amerikanischen Gesundheitsbehörde ADA belegen, dass außer ein paar wichtiger Ausnahmen, die meisten kohlenhydratreiche Nahrungsmittel wie Stärke, Getreide oder Früchte den gleichen Effekt auf Blutzucker haben wie normaler Insutrie-Zucker.  Obwohl es also einen glykämischen Index gibt, der anzeigt wie lange der Körper braucht um den Zucker zu zerlegen, haben alle Kohlenhydrate am Ende denselben Effekt:  Sie sind Zucker und lassen den Blutzucker schnell ansteigen. Egal, ob Du ein Vollkornbrötchen oder einen Schokoriegel isst.

KOHLENHYDRATE IN DER ENERGIEFABRIK

 

D ie Energiewährung, die für biologische Prozesse zählt,  ist das Adenosintriphosphat (ATP). Das ist eine Verbindung, die an fast allen  energieverbrauchenden Prozessen beteiligt ist. Um die Zellen mit dem benötigten Kraftstoff ATP versorgen zu können, baut der Körper kontinuierlich energiereiche Verbindungen wie Eiweiß, Fett oder Kohlenhydrate ab und gewährleistet damit alle Prozesse, die uns am Leben erhalten. Kohlenhydrate sind im Gegensatz zu den Fetten relativ schnell verwertbar, wobei vor allem die Glukose eine wichtige Rolle spielt. Wie oben erwähnt, werden Kohlenhydrate im Laufe der Verdaunug in ihre Basic-Elemente zerlegt, welche dann zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung gestellt werden.

D ie akute Energieversorgung des Körpers wird im Wesentlichen über die im Blut gelöste Glukose gewährleistet. Sie gelangt durch den Türöffner Insulin in die Zellen und kann dort als Energiespender benutzt werden. Allerdings muss die im Blut befindliche Menge an Glukose genau kontrolliert werden, da eine hohe Konzentration das Blut verdickt, müde macht und zu vielen verschiedenen Komplikationen führen kann, die im Kern auf  Verklumpungen oder Ablagerungen zurückzuführen sind. Damit das nicht passiert, gibt das Hormon Insulin direkt nach der Aufnahme der Glukose ins Blut ein Signal an Leber und Muskeln verstärkt Glucose aus dem Blut aufzunehmen und zu Glycogen zu verketten.

I st die Versorgung der Gewebe mit Kohlenhydraten größer ist als ihr Verbrauch, wird der Überschuss in Fett umgewandelt und als Depotfett gespeichert. Fette sind nämlich als “Akku” wesentlich effizienter. Sie können mehr Energie auf kleinerem Raum speichern und schützen den Körper gleichzeitig durch eine bessere Wärmedämmung. Außerdem sind sie für den Körper sogar wichtiger!

Fette sind für den Körper wesentlich wichtiger als Kohlenhydrate. Es existieren keine essenziellen Kohlenhydrate.

So erstaunlich es auch klingen mag. Aber ganz im Gegensatz zur volkstümlichen Meinung kann man wunderbar ohne Kohlenhydrate überleben. Denn ganz im Gegensatz zu essenziellen Fettsäuren oder essenziellen Aminosäuren, die der Körper nicht selber synthetisieren kann, existieren keine essenziellen Kohlenhydrate. Der Körper ist in der Lage aus Proteinen und Glycerin selber Kohlenhydrate herzustellen. Sollte es dennoch mal zu einem Kohlenhydratmangel kommen, wird das Gehirn von Ketonen mit Energie versorgt.

DIE ALTERNATIVEN BRENNSTOFFE – KETONE

 

IMG_2264 K etone sind im Gegensatz zu Glukose der ideale Brennstoff für unseren Körper.Unsere Organe und unser Gewebe arbeiten tatsächlich viel besser, wenn sie Ketone als Brennstoffquelle verwenden, einschließlich des Gehirns, des Herzens und des Kerns unserer Nieren, da Ketone keine karamellisierenden Alterungs-Effekte auf unseren Körper haben und durch unsere Mitochondrien effektiver in ATP verwandelt werden können. Glukose ist weniger stabil,  “reizender” und verkürzt dadurch die Lebensdauer der Körperzelle. Ärzte sprechen von  einer mindestens 25 % effizienteren Arbeitsweise mit Ketonen im Vergleich zum Blutzucker.

Unsere Mitochondrien verwenden gezielt Fett zur Energiegewinnung. Fett ist der Kraftstoff, der mehr Energievolumen-ATPs als Kohlenhydrate liefert. Das ist die oben erwähnte Energiewährung. Während der Kohlenhydratstoffwechsel 36 ATP-Moleküle aus einem Glukose-Molekül erzeugt, werden bei einem Fettstoffwechsel im Inneren der Mitochondrien 48 ATP-Moleküle aus einem Fettsäure-Molekül erzeugt.

Fett liefert also mehr Energie für die gleiche Menge an Nahrung im Vergleich zu Kohlenhydraten. Aber nicht nur das: Die Verbrennung von Fett durch die Mitochondrien produziert Ketonkörper, die die Über”Reizung” und den oxidativen Stress im Gehirn im Zusammenhang mit all seinen Krankheiten stabilisieren.

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Der Fettstoffwechsel geht im Körper auch langsamer und stetiger voran. Durch eine gleichmäßige und kontinuierliche Gewährleistung des Energienachschubes und einer geringen Produktion an Insulin kommt es zu geringen Blutzuckerschwankungen und weniger Heißhungerattacken. Außerdem werden in dem Moment eines Fettstoffwechsels und einer geringen Zufuhr an Kohlenhydraten die zugeführten Eiweiße nicht zu Glucose verstoffwechselt, sondern können tatsächlich als benötigte Aminosäuren in den Zellen eingebaut werden, was eine schnelle Regenration und mehr Schönheit mit sich bringt 😉

SOVIEL ZUR THEORIE – UND IN ECHT?

 

A lles in allem kann ich das alles tatsächlich bestätigen. Ich werde fitter und schlanker und was das Erstaunlichste ist: “Trotz” des hohen Fettgehalts fühle ich mich nach dem Essen NIE schlapp, sondern stattdessen leicht und beschwingt und habe keinerlei Gelüste auf Süßigkeiten, auch wenn ich an ihnen vorbeilaufe – Eine echte Neuheit für mich!

Ich habe mich schon weiter in das Thema Metabolismus (=Stoffwechsel) und Ketose eingelesen und liefere Euch im nächsten Beitrag einen hoffentlich leicht verständlichen Artikel zum Thema Ketose. Warum sind Fette besser als Kohlenhydrate.

Bis dahin liebe Grüße

Alicja

Alicja
Alicja

Hallo! Ich bin Alicja, Sängerin und Gesangspädagogik und mit Leib und Seele Musikerin. Seit ich 5 bin :-) Mit meinem Blog möchte ich die Liebe zur Stimme und mein Know-How mit der Welt teilen, um möglichst vielen Leuten Spaß am Singen und Sprechen und Tanzen zu vermitteln!

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